Mundartgedichte zur Blasmusik von Franz Haitzmann

Musiprob

 

Bei der Musiprob'
lass i en Tag oa(n)fach hintn,
da kann i mei(ne) innere Ruah wieder findn.
I gfrei mi über a niade Melodie,
is oafoch ebbs Guats für mei(n) Gfüh´

Bei der Musiprob´ bin i mit Leit banond,
dia hamb o(n) eah bunts Arbeitsgwand.
I triff die Susi, en Sepp, en Franz,
aber a en Jougg, en Hias und en Hans.

Sie kemman all ausn selbn Grund her,
als Musikant hast van Lebn viel mehr:
´s Instrument va Herzn schö(n) blousn,
di selm und andere mitschwinga loussn.

Bei der Musiprob´ kannst Gemeinschaft gspüarn,
du hearst dös aussa a ban Musiziern.
Und weil dös für mei(n) Gmüat so wichtig is,
kimm i za der naxtn Prob' a wieder, ganz gwiß.

 

Der Bass

 

Der Bass is va die Instrumenta dös ganz groß´:
a Mordstrumm Trichter, an Haufn Messingröhr,
soit dös was gebn fürs Musighör?
Freilich braucht ´s an gstandna Mo(nn),
der dös Trumm a richtig blousn ko(nn),
an sechan wia en Stricka Hias
zach und stoach van Kopf bis za die Füaß.
Ma(n) braucht dazu viel Luft und Kraft
und a a wenk an Saft,
nocha tuat dös Blech schö(n) klinga,
sand geläufig a die Finga.
En Bass seine Notn stehnd tiaf unt,
dös gib(t) für d´ Harmonie en Grund.
Guat und sicher muaß der Grund sei(n),
nocha kannst di über d' Musi gfrei(n).